

From Tehran to Tehranto – with a stop in Stuttgart ist ein partizipatives Forschungs- und Kunstprojekt an der Schnittstelle von Psychoanalyse, Stadtforschung und visueller Anthropologie.
Ausgehend von Migrationserfahrungen iranischer Diasporagemeinschaften untersucht das Projekt, wie Erinnerung, Verlust und Begehren sich in urbanen Räumen einschreiben – in Straßen, Objekten, Stimmen und Bildern.
Im Zentrum steht nicht die Rekonstruktion eines „verlorenen Ursprungs“, sondern die Erzeugung einer dialektischen Bildform: ein lebendiges Gefüge aus Fragmenten, Fundstücken und Erzählungen, das zwischen Tehran, Tehranto (Toronto) und anderen transnationalen Schauplätzen zirkuliert. In diesem Prozess wird Diaspora als eine Form von Traum-Arbeit lesbar – geprägt von Verschiebung, Verdichtung, Wiederholung und Unterbrechung.
Das Projekt verbindet kollektives Fieldwork mit theoretischer Reflexion und nutzt partizipative Methoden, um individuelle Erfahrungen in eine gemeinsame, digitale Topografie zu überführen. Die entstehende Plattform fungiert zugleich als Archiv, Denkraum und öffentlicher Resonanzkörper.
